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Best Practice im Ganztag

Entwicklung eines teiloffenen Konzeptes im Ganztag

Sicherheit geben und zugleich Raum schaffen für interessengeleitetes Bewegen

Der Hintergrund  Der Hintergrund

Seit 2013 wird an unserer Grundschule im Gallus eine Betreuung für Schülerinnen und Schüler angeboten. Diese startete zunächst im Rahmen der Erweiterten Schulischen Betreuung (ESB) mit 30 Plätzen. Inzwischen besuchen etwa 150 Kinder die Nachmittagsbetreuung.

Der zügige Ausbau der Platzkapazitäten, die verfügbaren räumlichen Ressourcen und der Anspruch nach verlässlichen Bezugspersonen für die betreuten Kinder führten in der Vergangenheit zu häufigen Anpassungsleistungen in der pädagogischen Arbeit. Die Corona-Pandemie erforderte weitere konzeptionellen Anpassungen - geschlossene Gruppen und fest zugeordnete Betreuer:innen.

Die Idee  Die Idee

Die festen Gruppen sollen erhalten bleiben. Sie stärken u.a. das Zugehörigkeitsgefühl der Kinder, geben Sicherheit und tragen zu einem gemeinsamen Verantwortungsgefühl bei. Trotzdem sollen die Kinder die Möglichkeit erhalten, sich alters- und gruppenübergreifend sowie interessengeleitet zu bewegen.

Die Umsetzung  Die Umsetzung

Im Ganztag wird inzwischen ein teiloffenes Betreuungssystem umgesetzt.

Die Gruppen orientieren sich an den Klassenstufen, denen feste Räume zugeordnet sind. Die Kinder melden sich nach der Schule selbstständig in ihrem Gruppenraum an und am Ende der Betreuung auch dort wieder ab. Für jede Gruppe ist ein festes Kleinteam zuständig. Dieses ist für die Organisation des Betreuungsalltags in der Gruppe, den Kontakt zur:m jeweiligen Klassenlehre:in, die kindbezogene Kooperation mit Eltern/ Schulsozialarbeiter:innen und weiteren Lehrkräften zuständig. In jeder Gruppe wird ein:e Gruppensprecher:in gewählt. Diese treffen sich monatlich zur Kinderkonferenz.

Alle Gruppenräume sind unterschiedlich gestaltet und gewissen Themen zugeordnet, wie z.B. Bauen, Experimentieren, Rollenspiel, kreativ sein. Die Kinder können sich in den verschiedenen Themenräumen frei bewegen und sich alters- und gruppenübergreifend zum gemeinsamen Spiel treffen. Auch den Hof nutzen alle Kinder gemeinsam. AGs, die Kinderkonferenz, Ausflüge und Ferienprojekte werden ebenfalls offen für alle Kinder angeboten.

Die Gruppenstruktur wird somit aufgebrochen und ermöglicht den Kindern zum einen, einen festen Ankerpunkt am Nachmittag zu haben und sich zeitgleich stärker interessengeleitet zu bewegen. 

Zitat  Fazit

Besonders positive Rückmeldungen zum neuen Konzept gaben Eltern. Die Zugehörigkeit ihres Kindes zu einer Gruppe mit festen Ansprechpartner:innen vermittelt den Eltern Transparenz. Auch für die Kinder bietet dieses System einen festen Anker und gibt Stabilität.

Bei Betreuer:innen hat die Veränderung der konzeptionellen Arbeit ebenfalls zu mehr Zufriedenheit geführt. Das Bezugsbetreuer:innensystem gibt Kindern und Betreuer:innen Sicherheit, fördert Vertrauen und ermöglicht eine individuelle Begleitung und Förderung der Kinder. Im teiloffenen Konzept können sich die Betreuer:innen zudem auf bestimmte Themen und Interessengebiete fokussieren und entsprechende Angebote umsetzen.

Die Umsetzung des offenen Konzeptes hat insgesamt zu einer großen Zufriedenheit beigetragen. Die konzeptionelle Arbeit ist damit aber nicht abgeschlossen.

Kontakt

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Sabine Dupke
Leiterin der Betreuung
Sozialdienst katholischer Frauen e.V. Frankfurt
Kriegkstraße 32-36
60326 Frankfurt
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